Politik erklärt: VHS-Gebühren


Wer heute die Reinbek-Seite der Bergedorfer Zeitung aufschlägt, könnte auf die Idee kommen, es stehe schlecht um die Volkshochschule Sachsenwald. „Das bricht der VHS das Genick“ ist der Hauptartikel überschrieben. „Das“ ist in diesem Fall ein Änderungsantrag der FDP, der im Ausschuss für Jugend, Sport und Kultur am vergangenen Dienstag mit den Stimmen von FDP, CDU und SPD angenommen wurde. Liest man den Artikel, so kann der Eindruck entstehen, erst durch die Antrag werden die Gebühren der Volkshochschule in Zukunft massiv erhöht. Doch ganz so einfach ist es nicht…

Ohne Frage sind 41% mehr bei dem Beispielkurs eine Menge, aber diese Erhöhung entstammt nicht exklusiv den Änderungen aus der letzten Sitzung. Wir stehen zu der Volkshochschule und nehmen die nach der Entscheidung geäußerten Bedenken ernst. Die Verfügbarkeit von Bildung für die breite Bevölkerung ist ein hohes Gut und verdient unsere Unterstützung. Egal, wie hoch die Gebühren sind, nicht jeder hat die Möglichkeit, das Geld für einen VHS-Kurs aufzuwenden. Deshalb gibt es auch weiterhin soziale Ermäßigungen. Diese sind in den Beratungen über die neue Geschäftsordnung nachträglich präzisiert worden, um die Arbeit der VHS zu erleichtern und einen klaren Überblick zu vermitteln, unter welchen Bedingungen die Kosten reduziert werden können.

Unsere Fraktion wird sich alle verfügbaren Daten noch einmal genau ansehen und die Entscheidung überdenken. Wie wir den Spagat zwischen dem niederschwelligen Zugang zur Volkshochschule und den finanziellen Möglichkeiten Reinbeks schaffen, werden wir dann spätestens auf der nächsten Stadtverordnetenversammlung entscheiden.