SPD wünscht sich mehr Klarheit

Martin Habersaat: Die Bildungsministerin fordert die Schulen seit Monaten dazu auf, sich auf verschiedene Unterrichtsvarianten vorzubereiten.


Die SPD-Landtagsfraktion beantragt zur Sondersitzung des Landtags am 7. Januar einen Bericht der Landesregierung zur weiteren Gestaltung des Schulbetriebs in diesem Schuljahr. Dazu sagt Martin Habersaat, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:

„Die Bildungsministerin fordert die Schulen seit Monaten dazu auf, sich auf verschiedene Unterrichtsvarianten vorzubereiten. Präsenzunterricht nach Corona-Bedingungen, Hybridunterricht mit verkleinerten Lerngruppen und Distanzunterricht. Völlig unklar ist dabei für alle Beteiligten, wann welche Variante zum Zuge kommt. Es wird Zeit, dass die Landesregierun diese Varianten mit einer konkreten Inzidenzampel unterlegt, damit alle an Schule Beteiligten möglichst genau wissen, woran sie sind. Dazu gehört auch, dass die Kommunikation mit Lehrkräften, Landelternbeiräten und Landesschülervertretungen verbessert werden muss. Es ist doch klar, dass zum Beispiel der LEB der Gymnasien aus allen Wolken fällt, wenn die Bildungsministerin sich stetig für digitale Fortschritte lobt, den Schulen für die Distanzlerntage vor Weihnachten dann aber doch lieber Bastelarbeiten empfiehlt. Es muss Gespräche auf Augenhöhe geben und Frau Prien muss jetzt zeigen, dass sie auch Führung im Dialog beherrscht.
Hilfestellung brauchen die Schulen bei der Frage, wie sie zeitgleich eine Notbetreuung vor Ort sicherstellen und Distanzunterricht anbieten sollen. Es darf nicht bei den Lehrkräften hängen bleiben, einen Weg zu finden, an zwei Orten gleichzeitig zu sein. Schließlich wollen wir erfahren, welche Erfahrungen es mit der Möglichkeit der angekündigten freiwilligen Corona-Schnelltests für Lehrkräfte in Schleswig-Holstein gibt.”

Martin Habersaat