Prüfungskandidaten brauchen Nachteilsausgleich

Heiner Dunckel, Martin Habersaat und Kai Vogel: Wenn die Durchschnittsergebnisse der Abschlussprüfungen 2020 deutlich von denen der vergangenen Jahre abweichen, muss es einen Ausgleichsmechanismus für den Jahrgang 2020 geben.


Zur heutigen Sitzung des Bildungsausschusses, die als Telefonkonferenz durchgeführt wurde, erklären die sozialdemokratischen Ausschussmitglieder Dr. Heiner Dunckel, Martin Habersaat und Kai Vogel:

„Die Abschlussjahrgänge 2020 – das gilt für ESA, MSA und Abitur – stehen vor einer besonderen Herausforderung. Zum Stress der Prüfungen gesellen sich in diesem Jahr geschlossene Schulen, unterschiedlich gut für Fragen zu erreichende Lehrkräfte und eben eine weltweite Pandemie, die den Alltag empfindlich stört und Sorgen um die eigene und die Gesundheit anderer schürt.

Für uns ist klar: Wenn die Durchschnittsergebnisse der Abschlussprüfungen 2020 deutlich von denen der vergangenen Jahre abweichen, muss es einen Ausgleichsmechanismus für den Jahrgang 2020 geben. Keine Schülerin und kein Schüler darf einen Nachteil daraus haben, ausgerechnet in diesem Jahr die Schule zu beenden. Wir erwarten von der Bildungsministerin, in der KMK entsprechende Vereinbarungen zu erreichen.

Eine weitere Erkenntnis aus der Sitzung ist, dass eine 45minütige Telefonkonferenz kaum geeignet ist, um die vielen offenen Fragen zu klären. Hier muss der Landtag andere Wege finden.“